Der vorletzte Tag der Themenwoche ist da und es gibt 2 neue Themen für den Lernweg

Hey 😛

Viele von Euch haben sich bestimmt schon durch den Deutschbereich geklickt und den Lernweg zum Schriftspracherwerb entdeckt. Jetzt gibt es zwei weitere Themen dazu!

Der Lernweg hat in all seinen 10 Abschnitten unterschiedliche Aufgabenstellungen. Diese werden mit Material zum aktuellen Buchstaben immer neu bestückt. Das ermöglicht den Kindern verschiedene Zugänge zu den Buchstaben, aber auch ein sehr frühes selbstständiges Arbeiten.

Neu dabei: Mein ABC-Heft, in dem die Buchstaben künstlerisch dargestellt werden.
Klickst Du auf die Übersicht, dann geht es direkt zu den Beispielen!

Auch neu dabei: Purzelwörter aus den ersten Lernbuchstaben (M,A,E,I,O,U,L,S,T,N)

Achtung! Das Gebastel dauert etwas lange, aber es entspannt ungemein 😉
Die Steine habe ich mit Acrylstiften beschrieben und die Buchstaben mit schwarzem Edding umrandet.
Zu den Karten geht es hier unten auf der Übersicht.

Viel Spaß 🙂

Pets im Englischunterricht und ein Link zum Schulanfangsheft – Themenwoche Tag 5

Es ist der fünfte Tag der Schulanfangswoche und ich wünsche besonders denjenigen, die schon wieder in der Schule sind, einen schönen letzten Tag vor dem Wochenende 🙂

In vielen Schulen wird mittlerweile Englisch ab Klasse 1 angeboten. Dieser Unterricht ist ganz besonders, denn es ist ein Unterricht mit den Schwerpunkten Hören und Sprechen.
Heute gibt es hier das neue Thema Pets, das auch wie die anderen aus Klasse 1 und 2 ganz ohne Schrift auskommt. So bringen die Kinder die Zuordnung von Lauten und Buchstaben im Schriftspracherwerb Deutsch nicht durcheinander.
Das Material ist spielerisch aufgebaut – mit Maldiktaten und Rätselbildern.

Hier auf der Übersicht geht es zum Material.

Diejenigen unter Euch, die schon durch meine Website gestöbert haben, kennen das Heft Ich bin ein Schulkind bestimmt schon. Für alle anderen gibt es hier einen kleinen Hinweis, denn dieses Heft kann besonders gut in den ersten Tagen eingesetzt werden.
Ich habe es im Klassenunterricht der ersten Schultage oder im Sachunterricht bearbeiten lassen. Lediglich Überschriften gibt es, sonst keinen Text. Die Arbeitsaufträge sind durch die Symbole selbsterklärend. Es ist aber zu empfehlen, mit den Kindern das Heft gemeinsam durchzublättern und zu besprechen, was zu tun ist, da sie gerade am Anfang noch sehr unsicher sind.

Hier unten geht es zum Material.

Viel Spaß 🙂

Ab heute gibt es Klassentiere bei Schulkater*** Erster ist der Igel!

Tag 4 der Themenwoche zum Schulanfang….
….und da ist sie: Die neue Kategorie Klassentiere 🙂

Hier findest Du Klassentiere, die als Maskottchen einer Klasse dienen.
Zu ihnen gibt es Material, das zum einen als Deko für den Klassenraum verwendet werden kann,
und zum anderen als Schülermaterial.

Los geht es mit dem Igel.
Den hat eine Freundin von mir erschaffen 😀
Von ihr stammt auch der Schulkater auf der Startseite 🙂

Ich habe viele Zuschriften mit Feedback und Wünschen für weitere Klassentiere bekommen. Ich habe mich sehr über Eure Mails gefreut 🙂
Für die Klassentiere habe ich nun eine kleine Warteliste erstellt. Die Eichhörnchen sind schon fast fertig, und als nächstes setze ich mich an Schildkröten, Raben und Füchse 😛

Hier auf der Übersicht gelangst Du direkt zum Igel!

Deutsch als Zweitsprache-Material + ein Willkommensschild – Themenwoche Tag 3

Hey 🙂

Heute gibt es neue Wörter für die Deutsch-als-Zweitsprache-Kinder – und zwar nicht nur für die Erstklässler 😉 Das Material ist für alle da. Es geht darum, unseren DaZ-Kindern den Schulanfang näher zu bringen. An einer Übersetzung von Schultüte ins Arabische mussten wir etwas tüfteln und improvisieren, denn diesen Brauch gibt es in den muslimischen Ländern nicht.
Wenn Du erst seit kurzem meinen Blog verfolgst, ist es für Dich vielleicht interessant zu erfahren, dass es viele Dialekte im Arabischen gibt, die komplett unterschiedliche Wörter verwenden. Auf meinen Vokabelkarten findet sich immer die Übersetzung mit syrischem Dialekt und Wortschatz.

Direkt zum Material geht es hier auf der Übersicht.

Es soll ja tatsächlich noch Grundschullehrer ohne Klassentier geben. Für die eben genannten unter Euch habe ich ein Türschild entworfen, wo nur noch die Klasse eingetragen werden muss.

Zum Türschild geht es hier unten.

Viel Freude mit dem Material an Tag 3 unserer Schulkater-Themenwoche 🙂

Zweiter Tag der Themenwoche: Die Mathematik und ihre Zahldarstellung

Heute ist Mathetag in der Themenwoche zum Schulstart.
Im Anfangsunterricht geht es primär um die Zahldarstellung.

Deshalb gibt es nun detailliertere Zahlenkarten für das Klassenzimmer als bisher. Die neuen Zahlenplakate haben auch das Zahlwort darauf stehen, eine Strichliste und die Zwanzigertafel. Ein Bild und die Ziffer sind wie bei den älteren Karten (von der Baustelle) auch drauf.
Klickst Du auf die Übersicht zu den Zahlenkarten, dann kommst Du per Direktlink dorthin.

Im Moment arbeite ich sehr gerne mit Naturmaterialien und möchte am liebsten alles bemalen 🙂 Deswegen habe ich mir, anstelle eines 2D-Legematerial, Holzwürfel besorgt und mich mit Acrylstiften darauf ausgetobt. Die Würfel sind 6×6 cm groß und im Internet leider etwas überteuert. Mein Vater hat mir in seinem Holzkeller vier Würfel zurechtgesägt. Alternativ wird einem im Baumarkt auch weitergeholfen. Das Abschmirgeln der Ecken ging überraschend schnell. Nach dem Bemalen habe ich die Würfel mit Acryl-Glanzlack überpinselt.
Wer keine Zeit zum Malen hat, kann sich hier kleine Kärtchen ausdrucken und sie einfach draufkleben oder die Kärtchen als Legematerial ganz ohne Würfel benutzen.
Mit einem Klick auf das Beispielbild hier unten, bist Du ganz schnell direkt beim Material. Viel Spaß 🙂

Das erste Mal eine 1.Klasse: Meine 10 besten Tipps für den Schulstart

Die dritte Themenwoche hier auf schulkater.de beginnt!!!! Und es geht los mit meinen 10 besten Tipps für den Start mit Deiner ersten 1.Klasse 🙂

Tipp 1: Post^^

Die erste Elternpost, die in der Postmappe nach Hause getragen wird, sollte irgendwie schön und nicht nur organisatorisch sein 😉 Ich habe dafür immer ein Willkommensschreiben mit allen wichtigen Informationen verfasst. Dazu gab es den Stundenplan in Miniformat. Außerdem hat unsere Referendarin von den ersten Klassen während der Schulstunde am Einschulungstag ein Klassenfoto gemacht. Das habe ich dazugelegt.
Alle, die das erste Mal eine 1.Klasse haben, können sich meinen Brief HIER gern anschauen 😉

Tipp 2: Namensschilder

Es gibt viele Orte im und um den Klassenraum, an denen Dinge der Kinder untergebracht werden müssen. Besonders bei der Garderobe bzw. den Schließfächern ist eine Anbringung von Namensschildern sinnvoll. Viele Kinder kennen aus dem Kindergarten die Tierzeichen, und so kamen wir auf die Idee, die Namensschilder jeweils mit dem gleichen Tier zu versehen. Die Tiere habe ich so ausgewählt, dass sie mit dem gleichen Anfangsbuchstaben wie die Vornamen der Kinder beginnen (Mia – Marienkäfer, Lian – Löwe usw.). Bei zwei Kindern mit gleichem Anfangsbuchstaben habe ich unterschiedliche Tiere ausgewählt.

Tipp 3: Sitzordnung

Bei der Sitzordnung gibt es tausend verschiedene Möglichkeiten, und es hängt unter anderem von den bevorzugten Lehrmethoden ab, welche Sitzordnung zu welchem Zeitpunkt Sinn macht.
Im Anfangsunterricht steht das Buchstabenlernen und Schreiben im Vordergrund und mir ist es wichtig, dass die Kinder einen geraden Blick zur Tafel haben, auch wenn ich nicht der Frontalunterricht-Typ bin. Trotzdem ist für die 1.Klasse mein ungeschlagener Favorit eine frontale Sitzordnung aus mehreren Reihen hintereinander. Jede Woche wird rotiert. Die letzte Reihe kommt nach vorn und die anderen rutschen alle eine Reihe nach hinten.
Außerdem habe ich Jungen und Mädchen im Wechsel nebeneinander gesetzt. Es wurde kaum gequatscht, hat sehr gut funktioniert, und Kinder und Eltern waren sehr zufrieden, weil so jeder mal vorn und auch hinten saß.

Tipp 4: Klassendekoration

Wie schmücke ich mein Klassenzimmer am ersten Schultag?
Ich mag helle und freundliche Klassenräume. Ich hatte Glück und die Tische in unserer Schule waren hell. Die Zustellmöbel wie zum Beispiel meinen kleinen Tisch vor der Tafel oder ein 2mal2-Expedit von Ikea habe ich mir in Weiß besorgt. Bei den Spielteppichen habe ich auch nach hellen Farben geschaut.
Mein Tafelbild am ersten Schultag war eher schlicht, aber ich habe ein paar traumhaft schöne bei Instagram entdeckt!
Die gebastelten Schultüten und eine Art Wimpelkette hingen an einer Schnur, die quer durch meinen Klassenraum gespannt war. Das sah irgendwie fröhlich und schön aus 🙂
HIER geht es zu den Bastelvorlagen.

Falls Du noch unsicher bist, wie Du die allererste Unterrichtsstunde am Einschulungstag planen sollst, findest Du HIER eine Zusammenfassung und Material aus meiner Stunde.

Tipp 5: Chaos vorbeugen

Jeder sollte sich über (s)eine Struktur bewusst sein. Kinder suchen in einer neuen Umgebung nach Orientierung. Ein klarer Ablauf und eine konsequente Umsetzung helfen dabei.
In den ersten Tagen war ich immer ein paar Minuten früher im Klassenraum. So waren die Kinder nie ohne Aufsicht. Man kann bei Regelverstößen schneller intervenieren und schauen, dass sich keine ungewollten Gewohnheiten einschleichen. Außerdem haben die Kinder die Möglichkeit, mit dem Lehrer zu sprechen und Fragen zu stellen.
Eine Toilettenampel an der Tür minimiert Unterrichtsstörungen ungemein, und noch mehr, wenn nur ein Kind gehen darf, und nicht mehrere gleichzeitig lossausen.
Eine Partner- oder Gruppenarbeit beendete ich mit einem Klangstab, der auch gut für Stationswechsel war.
Regeln habe ich nicht explizit eingeführt. Zu gegebenem Anlass habe ich mit den Kindern besprochen, dass zum Beispiel nur einer spricht. Und es gibt bei uns das Handzeichen mit dem Leisefuchs. Macht der Lehrer das, werden alle Kinder leise und machen das Zeichen nach.
Regelplakate finde ich gut, wenn es sehr chaotisch zugeht oder nach den Sommerferien zum Einstieg in Klasse 2. Gleich zu Anfang würde ich die Kinder damit nicht überfallen.

Tipp 6: Anfangslied und Abschlusskreis

Jeden Morgen haben wir uns in einen Morgenkreis gestellt und gemeinsam ein Lied mit folgendem Text gesungen: „Guten Morgen, guten Morgen, wir winken uns zu, guten Morgen, guten Morgen, erst ich und dann Du.“ Dann durften zwei Kinder sich etwas wünschen, was wir anstelle des Winkens machen. Da gibt es gar nicht sooo viele Sachen, aber mit der Zeit haben wir neben zwinkern und lächeln, auch hüpfen und weitere, die nicht so ganz passen, dazu genommen.
Beim Abschlusskreis haben wir immer ein anderes Bewegungslied getanzt. Da gibt es ja unendlich viele. Ich habe ein paar Jahre Kinderanimation beim Club Aldiana gemacht und kenne daher Bewegungen und Choreographien. Wenn man da nicht so bewandert ist, hilft YouTube weiter 😉 Meine Favoriten: Das Lied über mich und A-E-I-O-U Komm lass uns tanzen

Tipp 7: Ein Klassentier und ein mit Reis gefülltes Tier

Eine Klasse braucht ein Klassentier^^
Ich habe immer geschaut, dass ich eine Handpuppe als Klassentier finde. Die kann so einiges erreichen, nicht zuletzt die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Kinder. Sie kann trösten und für das ein oder andere sehr kindliche Kind da sein.
Mein liebstes Klassentier war immer der Freddi. Freddi ist aus meiner ersten 1.Klasse und ein Fuchs. Freddi hat alles mitgemacht und auch Fasching mit uns gefeiert.
Für den Erzählkreis eignet sich ein Reistier. Ich finde das liegt angenehm in der Hand und die Kinder können es beim Erzählen knautschen. Das beruhigt so manchen.
Einen Erzählstein halte ich für ungeeignet, wenn man die Lerngruppe noch nicht kennt. Nicht, dass der beim Erzählen mal durch die Gegend fliegt 😀
Im Moment ist es „in“ das Klassentier und dessen Tagebuch am Wochenende immer einem anderen Kind mitzugeben. Die Eltern drucken dann Fotos aus und schreiben einen Erlebnisbericht. Ich finde, in der 1.Klasse gibt es soviel neues, das ist eher etwas für Jahrgang 2. Und die Kinder können dann selbst aufschreiben, was das Klassentier mit ihnen erlebt. So ein Buch ist ein Traum …vielleicht auch als Kopie ein schönes Abschiedsgeschenk in der 4.Klasse?!

Tipp 8: Die Schule erkunden

Zum ersten richtigen Schultag gehört ein Rundgang durch die Schule und über das Schulgelände dazu. Die Wege zu den Toiletten, Mülltonnen und Pausenhöfen sind wohl die wichtigsten. Am besten verabredet man ein kleines Treffen mit dem Hausmeister und der Sekretärin, damit die Kinder die beiden auch gleich kennen lernen.
Bei einer kleinen Schnitzeljagd, bei der z.B. die Mädchen vorgehen und die Jungs sie suchen, prägen sich die eben gelaufenen Wege nochmal besser ein.
Ampeln, Zebrastreifen und Übergänge rund um das Schulgelände sollten in den ersten Tagen unbedingt abgegangen und besprochen werden.

Tipp 9: Ein Maximum an Bewegung integrieren

Bewegung ist ein Muss! Jedes Unterrichtsfach und jede Pause bieten Raum, Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen.
Zum Mathematik-Anfangsunterricht fällt mir spontan eine meiner Lieblingsübungen ein: Die Strichliste auf dem Schulhof. Dabei zeichnen die Kinder allein oder zu zweit fünf Dinge auf, die sie auf dem Schulhof mehrfach sehen, z.B. Bänke, Tischtennisplatten, Bäume, Fenster, Türen, Fußballtore, Kreisel. Unter jedem Bild legen sie dann eine Strichliste an. Die Übung macht ihnen immer Spaß und ich muss schmunzeln über die lustigen Zahlenmomente, die mir manche Kinder bescherten 🙂

Tipp 10: Hängeregister und Schnipseltüten

Eine der tollsten Erfindungen sind Hängeregister! Ich nutze sie für den Sachunterricht. Wenn man zum Beispiel an einem Igelbuch arbeitet und jeden Tag verschiedene Seiten dafür erstellt, ist es einmalig praktisch, sie in einer Hängemappe zu sammeln, um sie später zu ordnen und zusammenzuheften.
Für Arbeitsblätter mit Ausschneide-Auftrag eignen sich Schnipseltüten. Das sind Gefrierbeutel mit Verschluss. Schnipsel im Etui zu sammeln, geht meist daneben 😀 Die Schnipseltüten haben sich bewährt 😉

Ich wünsche Euch allen einen aufregenden Start und eine erlebnisreiche Zeit mit Eurer neuen 1.Klasse 🙂

Ab Montag ist Schulanfangswoche :-) Die dritte Themenwoche auf schulkater.de

Am Montag ist es wieder soweit:

Hier auf schulkater.de startet die dritte Themenwoche! Und diesmal dreht sich alles um den Schulanfang 🙂
Klassentiere werden erstmalig dabei sein.
Es wird neue Materialien für den Lernweg geben, den Du bestimmt schon entdeckt hast.
Auf neue Zahlenplakate und Einschulungsdeko kannst Du Dich auch freuen 🙂

Wie auch die letzten Male, gibt es täglich einen Post auf Instagram, sobald das Material online ist.
Über DIESEN LINK gelangst Du zu meinem Instagram-Profil 😉

Enjoy!

Neues Material für Klasse 2 und alle, die Einzahl- und Mehrzahl-Übebedarf haben

Einzahl und Mehrzahl können hier mit einem Sommerthema passend zu unserem Jahrhundertsommer-Wetter geübt werden.
Es gibt ein Tafelposter zur Einführung und Begriffserläuterung, zum Erzählen, Benennen, Wiederholen und Philosophieren, toll auch als Gesprächsanlass für kleinere DaZ-Gruppen.
Passende Wortkarten dazu machen eine schnelle Verschriftlichung an der Tafel möglich. Setzt man die Wörter in eine Tabelle, können die fehlenden Einzahl- und Mehrzahlwörter dazugehängt werden.
Zwei differenzierte Arbeitsblätter dienen zur Wiederholung der Wörter und zum selektiven Lesen aus einem zusammenhängenden Text.
Das Zusatzblatt im Malen-nach-Zahlen-Stil ist mein Lieblingsarbeitsblatt von allen, die ich je erstellt habe. Ich wünsche Euch und den Kindern besonders viel Freude damit 🙂

Klickst Du auf die Übersicht, kommst Du direkt zum Material. Falls der Link nicht funktionieren sollte, dann gelangst Du ganz leicht links über die Navigationsleiste – Deutsch – Klasse 2 – dorthin.

Die Stadt von Romeo und Julia: Verona, Italien

Verona – historisch, tiefgründig, traumhaft schön, romantisch – eine Stadt, die entdeckt werden möchte. Und das geht in der überschaubaren Innenstadt am besten zu Fuß. An allen Weggabelungen gibt es kleine Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten. Viele Künstler haben hier ihre Bilder aufgestellt. In den Gassen findet man gepflegte Geschäfte und auf den Plätzen Restaurants mit überwiegend lokaler Küche. Nur Einheimische trifft man hier eher selten.

Ich nehme Dich gern mit auf eine kleine Fotoreise 😉
Zuerst siehst Du (wie auch in Sirmione) eine Scaligerburg, diesmal mit Namen Castelvecchio. Die Römer scheinen eine Schwäche für Burgen gehabt zu haben oder mussten sich wohl oft verteidigen. Das Castelvecchio entstand zwischen 1355 und 1375 und diente als Festung am Rande der Stadt. Heute sind hier wertvolle Kunstsammlungen der Region Veneto untergebracht.

An einem Münchner Springbrunnen muss man vorbei, um zur Arena zu kommen. Der Bau wurde 30 n.Chr. abgeschlossen und ist der drittgrößte seiner Art auf der ganzen Welt (Größter ist das Kolosseum in Rom, zweitgrößter das Amphitheater in Capua bei Neapel). Gladiatoren- und später Stierkämpfe gab es dort und ab Beginn des 20. Jahrhunderts begannen die Opernfestspiele, die seitdem jeden Sommer stattfinden.
Die Arena, im heutigen Sprachgebrauch eher das Amphitheater, sieht groß und mächtig aus, wenn man davor steht. Doch nicht alles ist erhalten geblieben. Das, was noch zu sehen ist, ist der Innenring. Geht man an der Seite entlang, kann man einen Blick auf vier übrig gebliebene Bögen des Außenrings werfen. Alle anderen Abschnitte des Außenrings wurden bei einem Erdbeben zerstört.
Der Eingang auf dem Foto unten ist ein bisschen besonders. Er ist für die Leute mit den besten Sitzplatzkarten bestimmt.
Ich hätte dieses Amphitheater so gerne von innen gesehen. Steine, Treppen und Muster sind irgendwie total meins. Wenn man Karten für die Oper oder ein Musical hat, kann man in diesen Genuss kommen.

Für uns ging es weiter durch die Innenstadt und wirklich schöne Gassen mit Geschäften. Die Bilder siehst Du hier unten.

Und dann, war da der Moment, auf den ich den ganzen Urlaub gewartet habe: Wir sahen den wohl berühmtesten Balkon der Welt, auf den Romeo geklettert ist und wo sich Romeo und Julia einst ewige Liebe schworen. Die Geschichte um den Balkon ist lediglich weitererzählt, erstmals 1530 aufgeschrieben, und wurde viele Jahre später (und diese Version ist bekannt) von Shakespeare schön formuliert. Weitere Belege gibt es dafür nicht.
Um den Balkon zu sehen, gingen wir durch einen kurzen Gang. Dieser Gang war behangen mit Millionen von Zetteln mit Liebesbotschaften und Wünschen. Wir kamen auf einem Hinterhof heraus und erblickten besagten Balkon am Haus der Julia. Wir schauten uns das Haus auch von innen an. Es war ein kleines Museum und zeigte Möbel und Kleidung aus Franco Zeffirellis Romeo und Julia-Verfilmung von 1968. Wandbilder und Kunstwerke mit Romeo und Julia als Motiv konnten wir ebenfalls bewundern. Was wirklich besonderes war: Wir durften kurz auf den Balkon. Dieser besondere Balkon ist allerdings gar nicht so alt, wie man vielleicht vermuten könnte. Er wurde für die Touristen extra (wieder) angebaut. Böse Zungen behaupten, hier hätte zu damaliger Zeit nur ein Stall gestanden und das könnte alles nicht sein.
Ich finde es schön, wenn es solche Orte zum Träumen gibt und hoffe, der Zauber ist dadurch nicht verflogen.
Von Julia sind außerdem zwei Bronzestatuen ausgestellt. Eine steht auf dem Hof und eine gleich unten im Haus. Zwei weitere soll es sogar in München geben, der Schwesternstadt Veronas.

Hier siehst Du ein Foto des Doms. Verglichen mit dem Mailänder Dom ist der Duomo Santa Maria Matricolare winzig. Es war früher Abend, als wir da waren, und erschreckend ruhig. Nur ein paar Asiaten fotografierten umher. Ich dachte schon, wir hätten uns verlaufen. Dem war nicht so und wir entdeckten sehr schöne Details an dem religiösen Gebäude.

Zum Abschluss des Tages und auch unserer Italienreise gingen wir über die Piazza delle Erbe, einen wunderschönen Marktplatz mit Springbrunnen, Madonna, Statuen, Säulen, einer blauen Laterne, Mustern und einem Herz auf dem Steinboden. Hier gab es eine Vielzahl an schönen Restaurants mit einheimischer Küche, aber wir aßen diesmal Sushi, weil wir nach zwei Wochen Pizza und Pasta Lust darauf bekommen hatten.

Und dann spazierten wir zurück durch ein Verona, das sich zu erholen schien von den vielen Entdeckern und weither Gereisten.

Der schönste Ort am Gardasee: Sirmione, Italien

Wir wollten in unserem Italienurlaub nicht nur Städte anschauen, sondern auch bei dem schönen Wetter baden und gut essen. Der Ort, in dem wir länger entspannen wollten, sollte einfach schön sein. Ich hatte mir einen Reiseführer über den Gardasee geholt und beim Durchblättern zeigten die schönsten Bilder einen kleinen Ort namens Sirmione. Also ging es nach Sirmione.

Der Ort liegt südlich im Gardasee auf einer Halbinsel. Um auf den schmalen Weg zu gelangen, der durch das historisch geprägte Zentrum führt, muss man zuerst an einer Scaligerburg vorbei. Ich erschreckte mich ein wenig. Massen an Touristen waren dort unterwegs. Wir gingen auf dem Hauptweg durch den Ort in Richtung Norden, was wiederum andere Massen wohl auch vorhatten. Am nördlichen Rand des Ortes, einen knappen Kilometer vom Ortskern entfernt auf einem toskanisch ausschauenden Hügel lag unser kleines Hotel. Dort angekommen atmeten wir durch. Es war ruhig, ein kleiner Familienbetrieb, Hund und Katzen streunten hier herum, einen kleinen Pool gab es und eine brummende Klimaanlage. Die Fenster ließ man lieber geschlossen, weil draußen die Kästen aller Klimaanlagen befestigt waren und die Luft zirkulierten.

In unserem Hotel bekamen wir nur Frühstück und so spazierten wir jeden Mittag und Abend in den kleinen schönen Ort.
Direkt in der Ortsmitte steht ein Haus, das über und über mit violetten Blumen bewachsen ist. Wohl niemand verlässt Sirmione ohne ein Foto von diesem Haus gemacht zu haben. Dementsprechend ist es dort besonders voll… und ich habe es tatsächlich geschafft, ein Foto ohne Menschen hinzubekommen 🙂

Um das schöne Haus herum und auch sonst fast überall befanden sich viele Restaurants, die manchmal gut und manchmal weniger gut waren 😉 Einmal haben wir in dieser Woche sehr gut gegessen und zwar in der Tavernetta Maria Callas, direkt rechts neben dem schönen Haus mit den violetten Blumen (Fotos oben).
Das Lokal Vino gegenüber der Taverne soll auch gut sein, verriet uns ein älteres Ehepaar aus Baden-Württemberg, nur leider öffnet es erst zu später Abendstunde. Das San Lorenzo direkt gegenüber des Blumenhauses ist für ein Mittagessen ok. Die Lokale an der Seeseite boten dafür eine traumhafte Aussicht auf den Gardasee und die umliegenden Berge.

Ich versuchte also, gutes Essen zu finden und blendete meine Mittouristen aus… und die wahrscheinlich uns 😀 …und ich hatte sogar eine leise Ahnung, woher die alle kamen, denn eine sehr nette junge Frau aus Berlin erzählte mir am Pool: „Wir wollten am Gardasee Urlaub machen. Da habe ich diesen Reiseführer besorgt und die schönsten Bilder darin waren aus Sirmione…“

Aber was verbirgt sich hinter diesen schönen Bildern aus dem Reiseführer?
Neben dem schönen Haus mit den violetten Blumen und einer Kirche mit italienischem Garten ist da natürlich: Der See. Es gibt zwar Steinstrände, aber man kann sehr gut im Gardasee baden. Wir sammelten stundenlang Steine, Muscheln und grüne Krebse. Die Krebse waren tot. Es gab bestimmt auch lebendige. Die Schalengehäuse der toten Krebse wurden aber angespült und gründlich untersucht. Viele Leute blieben stehen und machten Fotos, und von einer Biologielehrerin erfuhren wir soviel interessantes über die kleinen Tiere, dass es in meinem Kopf nun schon wieder tausend Ideen für den Sachunterricht gibt.

Sirmione hat auch eine Bimmelbahn. Il Trenino, wie sie heißt, fuhr nicht auf Schienen, sondern ganz flexibel auf dem trockenen Schotterweg. Sie brachte uns in einer fünfminütigen Fahrt auf einen Hügel zur Grotte di Catullo. Diese ist gar keine Grotte und auch der berühmte römische Dichter Catull lebte nicht hier. Es verbirgt sich die Ruine des Wohnsitzes einer herrschaftlichen römischen Familie dahinter. 150 n.Chr. erbaut, ist nun nicht mehr viel davon übrig.
Wir bewunderten die Grundmauern, Rundbögen einer Kryptosäulenhalle und einen Mauervorsprung, der über dem Abgrund zum See mit einem Drahtseil gehalten werden musste.
Neben dran stand ein kleines, flach geschnittenes Museum, in dem man Mosaike, Wandbilder und Exponate von den Ausgrabungen vor Ort bewundern konnte.

Auch alt, nämlich fast 800 Jahre, ist die eingangs schon erwähnte Scaligerburg Castello Scaligero di Sirmione. Beeindruckt haben mich die Zugbrücken, die ich so noch nicht gesehen habe. Überhaupt Burgen kannte ich bisher wenige. In Stein gehauene Muster gab es zu bewundern. Ein alter Brunnen stand im Innenhof. Ich dachte, ich passe nicht aufs Foto, deswegen ducke ich mich, aber dafür sieht man den Brunnen sehr gut 😀
Die Festung diente zur Verteidigung, was besonders durch die vielen Schießscharten sichtbar wird. Innen ist ein neuerer Treppenaufgang angebracht. Wir stiegen hoch auf das Castello Scaligero. Läuft man oben entlang, hat man eine schöne Aussicht auf die Dächer von Sirmione. Geht man ganz herum, hat man einen freien Blick auf die Weiten des Sees.

Nach sieben Tagen Gardasee, ausgiebigem Schwimmen in See und Pool und mit wunderschönen Eindrücken eines Ortes, der Geschichte und Entspannen zu vereinen versucht, verließen wir die Pilgerstätte Richtung Verona.