Emirat mit Stadt der Superlative PART3 Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Natur gibt es auch in den Höher-schneller-weiter-reicher-Emiraten, zum Einen die Wüste, aber auch Seen, Strände und Parks.
Die Seen kann man sich besser bei einem Spaziergang anschauen oder auf der gummiartigen Joggingstrecke im Winter umrunden. Das Baden ist darin verboten, weil aufgrund der unterschiedlichen Wasserströmungen in den künstlich angelegten Seen immer wieder Strudel entstehen, die Menschen nach unten ziehen können.
Also gingen wir zum Baden an den Strand. Jeden Montag und Mittwoch ist ein Teil des Strandes nur für Frauen freigegeben. Somit haben muslimische Frauen die Möglichkeit ohne Kopftuch zu schwimmen. Jungen bis 6 Jahre dürfen auch mit. Beim Einlass zum Parkplatz wird sogar der Kofferraum kontrolliert. Es wird sichergestellt, dass sich kein Mann darin versteckt. Fotografieren am Strand ist ebenfalls verboten.
Die Strände sind mit Bademeisterinnen bewacht und bei ungünstigen Strömungen werden auch hier alle aus dem Wasser gepfiffen. Netze verhindern, dass gefährliche Tiere in Badenähe kommen, aber ein Seestern hat es geschafft und wurde von uns eingehend studiert. Dekadent ist schon, dass viele mit Pizzen zu Essgelagen anreisen. Wir haben diesen „Brauch“ gleich mal getestet 😛

Dubai hat auch einen großen Park, in dem man grillen darf. In Sharjah ist das zum Beispiel nicht erlaubt. Für den Park zahlt man Eintritt und darf dafür Grillplätze, Rasenflächen und Toiletten benutzen. Möchte man Kamelreiten oder den Vogelpark besuchen, kostet das extra.
Die Kinder haben die Rasenflächen zum Fußballspielen genutzt und wir haben gegrillt. Es gab Kebab in Kibis (Brot), Fisch am Spieß und gemischten arabischen Salat mit Gurken, Tomaten, Petersilie und Zitrone.
Das Wetter war sehr warm und trocken. Am Rande des Parks hinter dürren Bäumen, die im Sand wuchsen, lag eine Bucht mit Steinstrand. Kleine Motorflugzeuge landeten aller paar Minuten auf dem Wasser. Ich fand Korallen und sehr schöne Muscheln. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man Korallen nicht mitnehmen darf, also ließ ich sie vorsichtshalber lieber in Dubai 🙁

Tiere sieht man in Dubai kaum. Das letzte Tier, an das ich mich erinnere, ist der Seestern vom Strand. Ich habe keinen einzigen Hund gesehen. Vögel gibt es, aber auch die sieht man eher selten. An vielen Plätzen sind Lautsprecher in Hecken und Bäumen versteckt, aus denen Vogelgezwitscher kommt. Ist man nachts an weniger besuchten Orten unterwegs, laufen Eidechsen über die noch warmen Steine.

Wie im Eingangsartikel schon erwähnt, gibt es seit Januar 2018 den Dubai Frame. Er ist aus Gold gefertigt, 150 Meter hoch und damit der größte Bilderrahmen der Welt. Der Dubai Frame steht symbolisch für die Trennung zwischen Geschichte und Moderne. Schaut man vom alten Dubai aus durch den Rahmen, blickt man ins neue Dubai und umgekehrt.

Das alte Dubai ist auf eine andere Art aufregend als das neue. Was Du sicherlich vermisst hast, ist ein bisschen Kultur… und dieses bisschen gibt es jetzt. In Dubai Deira gibt es einen herkömmlichen, nicht klimatisierten Souk, welche man hier wirklich selten findet. Wir starteten im Gewürzsouk. Eine ganze Gasse entlang wurden Gewürze angeboten und man wurde unentwegt von den Händlern angesprochen, was im modernen Dubai eher unüblich ist. Der Souk ähnelte den Souks in Marokko und Tunesien. Alles wirkte natürlich und ursprünglich.
Am Rande des Gewürzsouks gab es Seidentücher und zwischendrin Schuhe wie in dem Film „Sex and the City 2“.

Eine Gasse weiter findet man den Goldsouk. Die Goldstücke sind in kleinen klimatisierten Läden hinter Glas ausgestellt. Jeder Laden versucht einen anderen Schwerpunkt zu setzen. Manche Schmuckstücke waren hauchdünn und trotzdem überall verziert und graviert.

Um noch mehr Altstadt zu sehen, überquerten wir den Fluss Dubai Creek mit einem Abra für nur einen Dirham (ca. 25 Cent). Ein Abra ist ein kleines Holzboot für ungefähr 20 Menschen, die von einem Ufer zum anderen geschippert werden. Die Überfahrt dauert etwa 10 Minuten.
Am anderen Ufer in Bur Dubai begann ein weiterer Souk mit Textilien und bunt gewebten Sitzkissen.
In einem Restaurant am Wasser gab es internationale Küche. Es war warm, ein leichter Wind wehte. Ich ließ meinen Blick schweifen und an jedem Tisch saßen Menschen aus den verschiedensten Ländern der Welt. Wer das Spiel Café International kennt, kann sich jetzt ein Bild machen. Ein sehr schöner Abschluss in Dubai.

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